Plus-WG-Angebot in Dillingen (PLZ: 66763):

Privates Wohnmodell LEBENSFLOR - fürsorgliche Wohngemeinschaft für "die späten Jahre"

Die Anzeige wurde am 05.06.2017 geändert.
Privates Wohnmodell LEBENSFLOR – auch für „die späten Jahre“
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Gemeinschaftlich wohnen und freudvoll leben in ruhiger, kultivierter und fürsorglicher Atmosphäre - im Einklang von Mensch und Natur in einer großzügigen, komfortablen Haus- und Wohngemeinschaft.
Menschen jeden Alters, besonders Ältere und alte Menschen sind herzlich willkommen.

Leitgedanken
• Persönliche und gemeinschaftliche Entwicklung in respektvoller Geborgenheit
• Angstfreies und selbstbestimmtes Wohnen
• Sozialer Kontakt nach Wunsch (Nähe/Distanz – garantierte Privatsphäre)
• Gegenseitige Hilfe und Fürsorge
• Weniger Hausarbeit durch Arbeitsteilung und Zusammenarbeit
• Angenehmer Komfort bei niedrigen Kosten (Ausstattung/Platz)
• Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln aus eigenem Garten (Bio-Anbau)
• Hoher Gesundheits- und Umweltstandard, ruhevolle Wohnatmosphäre
• Ausgeprägtes Bewusstsein für Lebensqualität (Körper/Geist bzw. Leib/Seele)
• Existenzielle Beschäftigung für Einzelne/Gruppe möglich (Geschäfts- u. Werkräume)
• Weltanschaulich unabhängig, konfessionell und parteipolitisch neutral
• Ernährungsmäßige Ausrichtung: neutral, vegetarisch/vegan empfehlenswert


Ort, Lage, Gegend
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Dillingen (im Saarland) ist eine relativ grüne Industriestadt mit 21,000 Einwohnern. Sie liegt 170-182 m über NN, an den Flüssen Prims und Saar, umgeben von großen Waldgebieten, die weit nach Lothringen und in den Hunsrück reichen. Dillingen grenzt direkt an den Süden des Naturparks Saar-Hunsrück und an Landschaftsschutzgebiete.
Die Stadt und ihre unmittelbare Umgebung bieten fast alle erdenklichen Einkaufsmöglichkeiten und Märkte, Werkstätten, Ärzte aller Fachrichtungen, Krankenhaus, Hallen- und Freibad, Eissporthalle, Stadthalle mit Bundeskegelbahnen, Reithalle, Yachthafen, Sport- und Kulturzentren (Kinos, Theater, Museen, Vereine) sowie Volkshochschule und Stadtbücherei.

Verkehrstechnisch ist Dillingen an das Streckennetz der DB (eigener Bahnhof), die Bundesstraße 51 und die Autobahnen 620 und 8 angeschlossen. Frankreich ist nur unweit entfernt, bis Saarlouis (Innenstadt) fährt man 7 km, bis Luxemburg (Land) oder Saarbrücken (Innenstadt) 35 km.
Das Wohnprojekt befindet sich im nordwestlichen Ortsteil Dillingen-Pachten, in einer ruhigen Seitenstraße (30km-Zone). Die Entfernung zum Dillinger Bahnhof misst 1100 m, zur nahsten Bushaltestelle max. 300 m, alle kleine Läden, Arztpraxis und Apotheke, Bank und Post liegen im Umkreis von 500 m, sind also fußläufig schnell erreichbar.

Das Anwesen - ein sanierter, geräumiger Altbau mit Fast-Innenhof und Bio-Garten - bietet kurzen Fußweg zu Ökosee („Dillinger See“) und Saar-Ufer, zu Wiesen und Wald, damit zu unzähligen gut beschilderten Wanderpfaden, Spazier- und Radwegen.


Wohn- und Nutzraum
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Das dreistöckige Haus verfügt über 580 m² Wohn- und 220 m² Nutzfläche. Seine U-Form öffnet sich nach Süden und erhält somit viel Wärme und Helligkeit. Manche Zimmer haben Morgen- und Mittagssonne, manche Nachmittags- und Abendsonne. Nahezu alle Räume sind lichtvoll, einige bieten eine Sicht auf die Horizonte (Ort, Stadt, Landschaft). Die Balkone/Wintergärten, die Freiterrasse und der Innenhof (vom „U“ eingefasst) schauen nach Osten und Süden, bieten Sonne und Schatten.
Die Haus-/Wohngemeinschaft bietet drei Wohnmöglichkeiten:

- (1) den offenen Wohnbereich, die eigentliche WG (Privatzimmer und Gemeinschaftsräume im 1. und 2. Obergeschoss)
- (2) den quasi separaten Wohnbereich innerhalb des WG-Bereichs (lediglich Eingangsdiele gemeinsam mit WG)
- (3) und den völlig separaten Wohnbereich (abgeschlossene Wohnungen im Erdgeschoss).

Zu (1):
Im offenen Wohnbereich hat jede Mitbewohnerin/jeder Mitbewohner mindestens ein eigenes, absolut privates Zimmer (Größe 21-26 m²) und Teilhabe am gemeinschaftlichen Bereich (siehe Beschreibung unten).
Die Privatzimmer liegen voneinander entfernt, sodass dadurch zusätzlich Ruhe durch Abstand garantiert sind.
Je drei Zimmer liegen im 1. und 2. Obergeschoss, ein weiteres im Dachgeschoss, wo später ein Gästeapartment mit Dusche/WC benutzbar sein wird.
Die Privatwohnräume sind unmöbliert, teil- oder vollmöbliert mietbar (Mietaufschlag nur bei
neuen Möbeln).
Da auch Wohneinheiten zu zwei oder mehreren Zimmern (1./2. Etage) und auch separates Wohnen (EG) verfügbar sind, können auch Paare, Alleinerziehende und auch betreute Personen samt Betreuer(in) berücksichtigt werden, siehe (2) und (3).

Zu (2):
Im 1. und 2. Obergeschoss sind auch private Wohneinheiten möglich (52-63m²), z.B. zwei eigene Zimmer, eigenes Bad und eigene Küche (2 ZKB, insges. 63m²), nur die große Eingangsdiele muss mit einem anderen WG-Mitglied geteilt werden. Freie Teilhabe am gemeinschaftlichen Bereich (siehe Beschreibung unten) ist inbegriffen.

Zu (3):
Im Erdgeschoss befinden sich zwei separate Wohnungen (je 2ZKB - 90 bzw. 50 m²), die nicht in den räumlich offenen Wohnbereich der Wohngemeinschaft (1./2. Etage) integriert sind. Die Mieterinnen/Mieter dieser Wohnungen können dennoch am Wohngemeinschaftsprojekt teilnehmen und genießen ebenfalls freie Teilhabe am gemeinschaftlichen Bereich.

Gemeinschaftlicher Bereich:
(230 m² Innenräume, davon 162 beheizbar, und 522 m² Außenfläche)
- mind. eine Küche (große Hauptküche)
- mind. ein Bad (großes Hauptbad)
- großes Wohn-Esszimmer
- Fitnessraum mit Bar
- Hauswirtschaftsraum (Näh- und Bügel-Ecke)
- Sauna, Infrarotliege und Massagebank
- Gästezimmer
- Werkstatt, Wäscheraum, Abstellräume, Recycling-Sammelstelle
- 2 Balkon-Wintergärten (vollverglast)
- große Freiterrasse
- Innenhof und Garten
- Fahrradgarage
- drei hauseigene PKW-Stellplätze

Die Fülle an Gemeinschaftsfläche lässt kein Gefühl von Enge aufkommen.
Je nach Gesamtzahl der Wohnmitglieder oder Vereinbarung untereinander haben einige WG-Bewohnerinnen oder WG-Bewohner ein Bad und/oder eine Küche für sich allein (privat).
Im gesamten Haus mögen maximal 9 Personen leben (inkl. der separaten Wohnungen).

Mit dem zusätzlich vorhandenen Geschäftsraum (EG, ca. 45 m², eigener Hauseingang) kann einer der Wohnungen oder Wohneinheiten (oder ein beliebiges Privatzimmer des WG-Bereichs) zu einer (auch gewerblich) nutzbaren Einheit gestaltet werden (z.B. Praxis, Ausstellungsraum, Kunstatelier).

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Im Hause befinden sich eine umfangreiche private Bibliothek (Nutzung nach Vereinbarung mit Eigentümer).

An den Biogarten grenzt ein Außenhof, ein Garagenbau (für Fahrräder und 3 Pkws) und ein straßenseits nicht einsehbarer Innenhof (Abgeschiedenheit, Ruhe).

Das Haus ist überwiegend baubiologisch, weil die ursprüngliche, gesunde Bausubstanz von 1895/1898 (Jugendstilhaus) substanziell kaum verändert worden ist (vornehmlich Kalksandstein); Beschaffenheit der Böden: Holzdielen, Echtholzparkett, Fliesen, Linoleum, Laminat, Marmor (Treppenhaus). Die hochwertigen 3fach-verglasten Fenster und Außentüren sowie die Zentralheizung (Gas-Brennwerttechnik) und Hauptelektrik sind neu. Die Sanitärräume und Küchen sind überarbeitet oder neu.

Das Treppenhaus ist großzügig und lichtdurchflutet.

Die klimatische Wohnatmosphäre ist auch bei hochsommerlichen Außentemperaturen stets moderat. Fast alle Fenster sind mit neuen Rollläden, einige zusätzlich mit professionellen Fliegergittern ausgestattet. Zwei Balkon-Wintergärten bieten auch bei schlechtem Wetter und im Winter angenehmes Naturflair.

Der Gästetrakt (DG), die kleine EG-Wohnung (49 m²) und der Geschäftsraum (EG, ca. 45 m²) befinden sich zurzeit im Ausbau, Fertigstellung vermutlich 2017/18. Gästezimmer sind dennoch vorhanden.
Das Haus ist leider noch ohne Aufzug und daher für Rollstuhlfahrer oder stark Gehbehinderte ungeeignet. Ein Aufzug (vom UG bis DG) wird realisiert, sofern er für die Bewohner notwendig werden wird. Die Duschen im Hause sind nicht ebenerdig, einige Badewannen allerdings leichter zugänglich als übliche Wannen, da sie in den Boden vertieft eingebaut sind. Innerhalb der Etagen gibt es keine Stufen.


Philosophie
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»Dort, wo Menschen ihre egoistischen Interessen überwinden und einen Weg des Miteinanders gehen, wird ihnen menschliches Wachstum, Hilfe und Heilung zuteil«.
Das Wohnprojekt kombiniert die Vorteile bisher bekannter Wohnformen:
• die intime Abgeschiedenheit und Ruhe des üblichen, separaten, "traditionellen" Wohnens (also die gewohnte Privatsphäre der eigenen Wohnung)
• die Ökonomie und Geselligkeit der Wohngemeinschaft
• die Fürsorge des Betreuten Wohnens (inkl. Basis-Krankenpflege)

sowie eventuell eine wirtschaftlich-existenzielle Arbeitsmöglichkeit (durch Vorhandensein von Geschäftsraum, Werkgarage, Garten).

Wohnsicherheit, Kosten- und Zeitersparnis schenken mehr Freiraum z.B. für Reisen, Unternehmungen, Hobbys, Vereine, nicht zuletzt für Familie, Verwandte, Freunde...

Das Wohnprojekt ist für Menschen gedacht, für die Menschlichkeit, Kultiviertheit, Bildung und wachsendes Bewusstsein für das Dasein an sich, für ein Leben miteinander und mit der Natur unabdingbar sind. Eine friedvolle, entspannte Wohnatmosphäre vermittelt reichlich heilsame Stille.
Hier entsteht eine »wahlverwandtschaftliche«* Wohngemeinschaft, die keiner speziellen Ideologie verpflichtet ist (weder politisch, noch religiös oder spirituell), aber dem Geist und Gefühl tiefer Menschlichkeit folgt, die auf Respekt und Toleranz, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl, persönlichem Wohlergehen und Lebensfreude fußt.
Eine vegane/vegetarische Ernährungsweise ist wünschenswert, aber nicht Gebot.
Das Anwesen bietet viel Freiraum für Künstlerinnen und Künstler. Auch Freunde des Naturismus sind herzlich willkommen. Fanatismus – gleich welcher Richtung - ist unerwünscht.

Bei allen WG-betreffenden Anliegen ist der Konsens, nicht der Kompromiss Grundlage der Entscheidungen und Beschlüsse der Wohngemeinschaft. Jedes WG-Mitglied hat somit ein wirksames Mitbestimmungsrecht (Veto). Das Konsensprinzip dient auch der Vermeidung oder dem Abbau von Hierarchie und Machtstrukturen. Als Grundhaltung möge eine gewaltfreie, freundschaftliche Kommunikation dienen.

Die Altersgrenze nach unten (25, für Einzelbewerber) stellt keine Diskriminierung dar, sondern gilt als bloße Richtlinie, sie soll Fluktuation und damit unnötige Unruhe und Desorganisation verhindern.
Nach oben gilt keine Altersgrenze, auch sehr alte Menschen sind willkommen; sofern sie ständig einer intensiven Betreuung und Pflege bedürfen, müsste ein externer Pflegedienst zusätzlich tätig sein oder eine Pflegeperson dauerhaft in oder außerhalb der WG oder in der Nähe des Hauses wohnen. Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung sind als Mitbewohnerinnen/Mitbewohner herzlich willkommen, sofern sie zeitlich überwiegend selbstständig und verantwortungsvoll wohnen können.

Da das Projekt keine Insel der Glückseligen inmitten etwaiger sozialer Brennpunkte sein kann, ist ein möglichst gemeinschaftliches soziales Engagement im örtlichen, regionalen Umfeld der WG ratsam. Die konkrete Ausgestaltung obliegt der WG bzw. den engagierten WG-Mitgliedern, je nach Art des Engagements in einvernehmlicher Abstimmung und Zusammenarbeit mit sozialen Institutionen, Ämtern und Behörden.

Ein Anliegen des Projekts möge auch die Selbstversorgung mit biologisch angebauten Nahrungsmitteln und die ökonomische und ökologische Energiegewinnung (Strom) sein. Dazu steht ein nie chemisch behandelter Garten bereit (ca. 450 m²), in dem ein geräumiges Gewächshaus errichtet wird.

Zur Energiegewinnung sind eine kleine Windkraftanlage und eine Kollektor-Solaranlage geplant. Eine Regenwassernutzung ist z.T. bereits vorhanden und ausbaufähig.

Car-Sharing oder ein WG-eigener Fahrdienst soll individuelle Kosten einsparen helfen, ohne individuelle Freiheiten zu beschneiden. Auch Leih-Fahrräder stehen zur Verfügung.

Gemeinsamer Einkauf – auch im Großhandel – soll die Lebenshaltungskosten der Hausbewohnerinnen/Hausbewohner niedrig halten (Bio- und umweltfreundliche, regionale Produkte). Dieses Vorhaben geschieht aber dosiert, denn auch die "Tante-Emma-Läden" im Ort (wie z.B. der kleine Naturkostladen) und regionale Biohöfe sollen unterstützt werden.

Die gemeinsame Nutzung von Zeitungen und Zeitschriften schont auch das individuelle Budget.

Zur sportlichen Betätigung sind - neben beispielsweise gemeinsamen Spaziergängen, Wanderungen und Fahrradtouren - Billard und/oder Tischtennis geplant, vielleicht ein Spielplatz für Boule/Boccia/Pétanque.

Ein reichhaltiges Angebot an Gesellschaftsspielen, Musik und Filmen vermag den Alltag mit Spaß und Freude, Unterhaltung und Information zu ergänzen. Ein Klavier steht aktiven Musikliebhabern zur Verfügung. Für gemeinsame Gesprächsrunden über »Gott und die Welt« finden sich gewiss häufig Teilnehmer.

Gemeinschaftliches Reisen ist möglich, vergrößert die Freude am Erleben von Natur und Kultur.

Im Hause sollten W-LAN, DECT-Telefone und sonstige Funkeinrichtungen möglichst vermieden werden. Mobiltelefone könnten (zumindest über Nacht) auf Rufumleitung (Festnetz) eingestellt und ausgeschaltet sein. Die Küchen beherbergen keine Mikrowellengeräte. Permanente Stand-By-Aktivität von Elektrogeräten ist nicht erwünscht.

Das ganze Anwesen ist frei von Tabakrauch und weitgehend von chemischen Substanzen.
Grillen ist nur mit elektrischem Gerät erlaubt.

In der Kellerwerkstatt sind überwiegend nur lärmreduzierte Tätigkeiten möglich.

Müllvermeidung rangiert vor Mülltrennung und Verwertung (Recycling).

Heizenergie, Wasser und Strom sind sinnvoll zu verwenden (»ökologisches Kontingent«, siehe Anhang).

Tierhaltung ist nur möglich, wenn sämtliche Hausbewohnerinnen/Hausbewohner ausdrücklich zustimmen.


Finanzielles
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a) »offenes« Wohnen (Privat-Wohnräume, WG-Bereich 1. und 2. Etage)

Monatlicher Komplett-Mietpreis* von 333 bis 395 € - je nach Lage, Größe und Komfort des privaten Zimmers (die Kaltmiete reicht von 250 bis 300, die dafür zurzeit angesetzten Nebenkosten liegen bei 83 bis 95 €); Gästezimmer: 145 Kaltmiete plus 55 Nebenkosten.
Der Mietpreis bezieht sich auf 1 Person/1 Zimmer. Der Preis für eine Wohneinheit aus zwei oder mehreren Zimmern ist Verhandlungssache.
Die Miete für ein Zimmer/eine Wohneinheit beinhaltet selbstverständlich auch die Nutzung der gemeinschaftlichen Wohn- und Nutzfläche.

Im Komplett-Mietpreis enthalten sind:
- sämtliche Nebenkosten – inklusiv elektrischem Strom (!)
für Heizung, Wasser und Strom gilt ein gewisses, durchaus auskömmliches "ökologisches Kontingent“*, darüber/darunter erfolgt Erhöhung bzw. Minderung der anteiligen Kosten
- TV/RF-Empfang öffentlich-rechtlicher Sender
- Gebühren für Telefon (inkl. kostenloser Inlandsgespräche, eigene Rufnummer) und für Radio/TV (ARD/ZDF/Deutschlandradio, vormals GEZ) - ! nur auf Etage 2.

Im Komplett-Mietpreis nicht enthalten sind:
- Internet-Provider
- Empfang von Privat-TV-Sendern (Bezahl-TV)
- die Nutzungskosten von PKW-Garagen, Fitnessraum/Bar, Sauna/Infrarot und Gemeinschaftswaschmaschine. Aber auch diese Kosten sind sehr niedrig (profitlos); sie werden getrennt berechnet, weil vielleicht nicht jede Hausbewohnerin/jeder Hausbewohner diese Einrichtungen in Anspruch oder nur unregelmäßig in Anspruch nimmt
- die Reinigung (z.B. von Treppenhaus, Gemeinschaftsräumen u. -plätzen), falls dazu externe Reinigungskräfte verpflichtet würden.

Alle Kosten sollen so niedrig wie möglich sein - trotz des Komforts. Jede Hausbewohnerin und jeder Hausbewohner haben zu jeder Zeit Einblick in die Abrechnungen und im Rahmen der Mitbestimmung auch Einfluss auf die gesamte Kostenstruktur des Wohnprojekts.*

Probewohnen ist mietfrei, es sind lediglich die Nebenkosten zu entrichten. Spenden sind gerne willkommen.
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*) Eine Mietpreis-Anpassung an das Einkommen/die Rente ist möglich, falls die Interessentin/der Interessent gut in das Gesamtgefüge der WG passt: Es gibt leider viele Menschen, die keine auskömmlichen Lohn- oder Altersbezüge haben, aber dennoch angenehme und geeignete Mitbewohnerinnen/Mitbewohner einer WG sein können. Das Wohnprojekt vermag Wirkung und Folgen von materieller Armut zu mildern.
Wohnen gegen Hilfe ist ebenso möglich: beispielsweise bei Übernahme kompletter Arbeitsbereiche (z.B. Gartenarbeit, Reinigung der Gemeinschaftsräume, WG-Kantine/Küche, Hauswart).
Eine Reduzierung der Miete ist auch möglich bei Arbeit über üblichen WG-Anteil hinaus (siehe Anhang).

**) Das „ökologische Kontingent“ wird gemeinschaftlich bestimmt, siehe Anhang.


b) private Wohneinheit innerhalb des WG-Bereichs

Innerhalb des offenen Wohnens (WG-Bereich) ist es je nach Konstellation möglich, quasi abgeschlossenes Wohnen zu haben, hier wäre lediglich die große Eingangsdiele gemeinsam mit einer WG-Bewohnerin oder einem WG-Bewohner zu teilen.
Kosten: 468 € komplett für beispielsweise 2 ZKB, 63m², inkl. sämtlicher Kosten (auch Strom, Festnetztelefon, GEZ).


c) »abgeschlossenes« Wohnen (separate Wohnungen, Erdgeschoss)

Die rechtsseitige EG-Wohnung ist belegt, die linksseitige Wohnung wird vermutlich erst zum Jahresende 2017 bezugsfertig, Kaltmiete und Nebenkosten werden erst nach Fertigstellung bestimmt.


Existenziell-Wirtschaftliches
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Die Gemeinschaft hat auf Grund der Eigenheiten und Möglichkeiten des Anwesens sowie (hoffentlich) der Fähigkeiten und Talente der Mitglieder vielfältige Gelegenheit, sich wirtschaftlich-unternehmerisch zu betätigen und damit die Mietbelastung zu reduzieren, gänzlich aufzuheben und sogar ein zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften. Das Haus hat entsprechende Räumlichkeiten, das Anwesen aufgrund seiner Größe genügend Fläche.


Rechtliches
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Das Anwesen ist ein Privathaus, das ganze Wohnprojekt rein privat. Die privaten WG-Zimmer (wie auch die Gemeinschaftsfläche) haben den rechtlichen Status einer Einliegerwohnung, sie sind Teil einer Privatwohnung, weil sie sich gleichsam rechtlich betrachtet innerhalb deren befinden.
Jedes Wohnmitglied erhält einen eigenen Untermietvertrag und ist somit nicht finanziell verantwortlich für andere Mitbewohner (Miete verändert sich z.B. nicht zwangsläufig durch den Zuzug/Auszug eines oder mehrerer Mitbewohnerinnen und Mitbewohner).
Über die Aufnahme oder Kündigung von Wohnmitgliedern gilt dennoch Mitbestimmung – anders hat ein Zusammenleben in gutem Auskommen wenig Chance.
Eine Probezeit ist Vertragsbestandteil (Probezeit ist nicht zu verwechseln mit dem vertragsfreien Probewohnen).
Zum Einzelmietvertrag gibt es zusätzlich eine private Vereinbarung, die beispielsweise das Rauchverbot im gesamten Anwesen, die Verantwortung für Gäste und Näheres zur evtl. Tierhaltung (Hund/Katze) regelt.
Die gemeinsame Ausgestaltung aller Vereinbarungen folgt grundsätzlich menschlich orientierten Gesichtspunkten, nicht kommerziellen.

Die an einer Wohngemeinschaft beteiligten Mieter bilden laut Bürgerlichem Gesetzbuch eine »Gesellschaft«, deren gemeinsam verfolgter Gesellschaftszweck darin besteht, das Zusammenleben in dem gemeinsamen Wohnbereich zu ermöglichen. Aus dem meist nur rechtswirksam schlüssig geschlossenen Gesellschaftsvertrag ergeben sich einzelne Rechte und Pflichten der Mitmieter untereinander. Diese werden in der Gemeinschaftsordnung schriftlich festgehalten.
Haus- und Gemeinschaftsordnung (die »Verfassung« der Wohngemeinschaft) sind Teil des Einzelmietvertrages; sie enthalten auch die Bestimmungen über die anteilige Benutzung der Gemeinschaftsräume.
Beide werden allerdings im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Vermieter erstellt und sollen nur wirklich sinnige Regelungen enthalten; individuelle Freiheiten sollen möglichst vollumfänglich bewahrt bleiben.

Die separaten Wohnungen im Erdgeschoss beruhen nur auf Untermietverträgen, wenn sie räumlicher Teil des WG-Bereichs sind. Andernfalls werden Standard-Mietverträge (z.B. mit den üblichen Formularen des Mietervereins) geschlossen. Diese Mieter haben freie Wahl zwischen Untermiet- oder Standardmietvertrag.
Eine Umwandlung des Rechtsstatus in genossenschaftliche Form ist Ziel des Vermieters. Eine finanzielle Beteiligung am Anwesen ist bereits möglich (und wünschenswert, aber nicht Bedingung). Privateigentum an Wohnraum bleibt bei genossenschaftlicher Regelung unberührt.


Start
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Persönliches Kennenlernen aller WG-Mitglieder untereinander ist unerlässlich. Dazu sind zunächst Einzeltreffen (mit Vermieter) und mehrere Gesprächsrunden mit allen Interessentinnen und Interessenten sowie den WG-Mitgliedern notwendig.
Die Einzeltreffen stellen nur eine »Vorauswahl« dar, die Entscheidung über die tatsächliche Zusammensetzung soll der Kreis der Interessierten bzw. der WG-Mitglieder falls möglich selbst treffen - schließlich gründet das Gelingen des Projekts auf der Sympathie und dem konstruktiven Auskommen aller miteinander.
Bevor die einzelnen WG-Bewerberinnen und WG-Bewerber sich verbindlich zur Teilnahme entscheiden, ist es ratsam, ein Probewohnen durchzuführen. Jeder hat die Gelegenheit, Stadt, Land und Leute, Haus und Wohnsituation, Mitbewohnerinnen und Mitbewohner kennen zu lernen - ohne große finanzielle Belastung (mietfrei, nur Nebenkosten, evtl. auf Spendenbasis) und ohne Terminbindung.
Ebenso ratsam ist ein Projektstart, in dem alle von ihrer eigenen Lebensweise ausgehen und sie möglichst so beibehalten können, wie sie es bisher gewohnt waren (das umfassende Raum- und Ausstattungsangebot ermöglicht dies weitgehend). Das Projekt möge die Menschen dort abholen, wo sie sind, und dann - ebenfalls von individuellen Befindlichkeiten herleitend - Gemeinschaftlichkeit entwickeln, und zwar ohne Regeln, Dogmen und Ideologien zu folgen, die die WG nicht selbst - wirklich eigenem notwendigem Gemeinsinn geschuldet - im Konsens entwickelt und aufgestellt hat. Das schließt nicht aus, sich an Vorbildern zu orientieren oder Rat von fremder Seite einzuholen.


*) Anhang - Begriffserklärung
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Lebensflor: »Flor«, mittelhochdeutsch, bedeutet »Blüte«, schon im 16. Jahrhundert im übertragenen 2Sinne von »kulturelle Blütezeit«, Wohlergehen verwendet.
Das Projekt »Lebensflor« stellt eine Hommage an das Projekt »Monte Verità» im Tessin (1900-1920) dar.
Car-Sharing: Die Haus- und Wohngemeinschaft unterhält (mindestens) ein Auto, das jede(r) Mitbewohner/Mitbewohnerin nach Absprache nutzen kann. Das gleiche gilt sinngemäß für WG-eigene Fahrräder.

Wahlverwandtschaftlich: Die Mitbewohner und Mitbewohnerinnen des Hauses sind »handverlesen«, damit sie möglichst gut mit der Hausgemeinschaft harmonieren.
WG-Mitglied: Jeder Bewohner und jede Bewohnerin des Hauses, der bzw. die ausdrücklich an der Wohngemeinschaft teilnehmen/teilhaben, das können auch die Mieter der separaten Wohnungen im EG sein.
Fluktuation: hier häufiger Ein- und Auszug von Leuten, Wechsel von Bewohnern, i.d.R. aus beruflichem Anlass
WG-Anteil: Der Arbeitsaufwand, den jedes WG-Mitglied im Rahmen der gemeinschaftlichen Erfordernisse einbringt (sofern es dazu imstande ist).
Ökologisches Kontingent: umweltfreundlicher Verbrauch an Wasser, Strom und Heizenergie pro Person und Monat (z.Z. 6,5 m³ Wasser, 115 KW/h Strom und winters 21°C Wohnraumwärme).

Benutzte Abkürzungen:
DB=Deutsche Bahn
DECT=Funktechnisches Verfahren der Datenübertragung
DG=Dachgeschoss
EG=Erdgeschoss
ETW= Eigentumswohnung
GEZ=Gebühreneinzugszentrale (ARD/ZDF/Deutschlandradio)
i.d.R.=in der Regel
NN=Normalnull, allgemeine Meereshöhe, 0 m
OG=Obergeschoss
UG=Untergeschoss (Keller)
W-LAN=kabellose Datenübertragung via Funk
ZKB=Zimmer, Küche, Bad

(C) 2016 Lebensflor - Private Haus- und Wohngemeinschaft
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